Erfolgreiche Demonstration am 24.9.

Nach langer Hinarbeit haben wir am 24. September eine schöne Demonstration hingekriegt, für die wir uns bei allen Teilnehmer*innen bedanken möchten.
Das Offene Antifa Treffen Schopfheim hat dazu einen kurzen Nachbericht verfasst:

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„Am 24. September 2016 haben wir gemeinsam mit 250 Antifaschist*innen aus ganz Baden-Württemberg, der Schweiz und Frankreich eine Demonstration vom Rheinpark in Friedlingen zum Berlinerplatz in Weil am Rhein durchgeführt. Unter der Parole „Menschen statt Völker“ hatten die Offenen Antifa Treffen Schopfheim und Basel zu dem Protestzug am Tag des geplanten und nun doch abgesagten Naziaufmarschs „1. Tag der Europäischen Völker“ mobilisiert. Trotz der juristisch zweifelhaften Auflagen, die die Polizei den Anmelder*innen auferlegt hatte, konnten wir durch eine kraftvolle Demonstration und das Verteilen von Flugblättern an Passant*innen unsere Inhalte in die Öffentlichkeit tragen.

Ab 14 Uhr versammelten sich zahlreiche Aktivist*innen vor dem Rheincenter in Friedlingen. Ein Stand bot die Möglichkeit sich über lokale Nazistrukturen und antifaschistische Inhalte zu informieren. Gegen 14:30 formierte sich die Demonstration und zog zum Hüningerplatz, wo die OAT aus Basel und Schopfheim in einer gemeinsamen Rede die lokale Situation und Hintergründe des Protestes aufzeigten. Daraufhin setzte sich der Demozug entschlossen und kämpferisch in Bewegung, Pyrotechnik wurde gezündet und stoppte für den nächsten Redebeitrag am Kreisverkehr vor der Einkaufsinsel in Weil. Verschiedene Antifagruppen aus Baden-Württemberg verdeutlichten in ihrer Rede die Notwendigkeit städteübergreifender Vernetzung und einer linken Perspektive, um dem europaweiten Rechtsruck entgegentreten zu können. Die Demo wurde bis zum Berlinerplatz fortgesetzt, auf der gesamten Strecke wurden interessierte Passant*innen auf die regionale Situation aufmerksam gemacht und mehrere schlossen sich dem Protestzug an. Auf dem Berlinerplatz nutzte der Revolutionäre Aufbau Basel die Möglichkeit darauf hinzuweisen, dass ein konsequenter Antifaschismus notwendiger Weise mit fundamentaler Kritik am kapitalistischen Wirtschaftssystem verknüpft ist.
Nach der offiziellen Auflösung formierte sich eine Spontandemonstration, die am Bahnhof endete.
Doch auf dem antifaschistischen Erfolg dieses Tages dürfen wir uns nicht ausruhen!
Einerseits weil die Partei „Die Rechte“ und Umfeld weiterhin aktiv sind, andererseits wurde durch vereinzelte rechte Pöbeleien deutlich, dass es in Weil am Rhein noch viel zu tun gibt.
Sollten die Initiatoren des rechten Aufmarschs diesen tatsächlich auf November oder wann immer verschieben, müssen sie mit unserem vielfältigen Widerstand rechnen.

Wir bedanken uns bei allen Genoss*innen, die vor Ort waren und hoffen euch alle wieder auf der Straße zu treffen.“

WIR SEHEN UNS MORGEN AUF DER STRASSE

Alles steht bereit für morgen und wir sind zuversichtlich eine starke und entschlossene Demonstration durch Weil am Rhein führen zu können.
Wir versammeln uns um 14:00 im Rheinpark in Friedlingen, nahe der Dreiländerbrücke.

Hoch die internationale Solidarität!
Siamo tutti Antifascisti!

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Den EA stellt die KTS Freiburg. Zu erreichen unter 0049761 – 409 72 51
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Antifa-Großdemo statt Naziaufmarsch

Zusammengefasst: Der Neonaziaufmarsch „1. Tag der Europäischen Völker“ findet nicht am 24. September statt. Darf mensch Christian Weigand glauben, wird es ein neues Datum im November geben, wobei es den Brüdern vielleicht auch einfach zu peinlich ist zuzugeben, dass sie die Hosen voll haben und nichts auf die Reihe kriegen.

Bildschirmfoto von »2016-09-08 16:06:11«

Über diesen Erfolg dürfen wir uns erstmal freuen. – Auf der Straße, versteht sich.

Statt dem reaktionären Pack werden wir, Antifaschist*innen von dies- und jenseits des Rheins in Friedlingen demonstrieren: Für die absolute Gleichberechtigung, für ein solidarisches Mit- und Füreinander und gegen Rassismus, Faschismus, Sexismus, LGBT*-Hass, also all das, was die Faschobande um die Weigand-Familie verkörpert und an diesem Tag ein weiteres Mal an die Öffentlichkeit tragen wollte.

Unsere Demo war ursprünglich auf 17 Uhr angemeldet, wir ziehen sie ein paar Stündchen vor, damit die Einkaufstourist*innen auch noch mitkriegen was Sache ist.
Startkundgebung: Hüninger Platz, Friedlingen.
Weitere Infos folgen.

Faschos kneifen, wir kommen trotzdem!

Von Andreas Weigand hatte mensch seit seinem letzten Facebook-Post vom 17. August, indem er seine Besorgnis über ein linksautonomes Mobilisierungsvideo ausdrückte, nichts mehr gehört. Offenbar ist der RECHTE-Kreisvorsitzende aus dem Urlaub zurück, denn heute wurde die von ihm angemeldete Neonazi-Demonstration „Tag der Europäischen Völker“ abgesagt. Ob das daran liegt, dass er sich aufgrund eines Annäherungsverbotes nicht auf dem Hüningerplatz, auf dem die Startkundgebung stattfinden sollte blicken lassen darf, oder er um seine und die Sicherheit seiner Kameraden fürchtet, wissen wir nicht. Aber: Irgendwas ist im Busch, dass Weigand und seine Anhängerschaft den Tag zuhause verbringen, scheint uns doch etwas unglaubwürdig. Was genau die ultrarechten Schläger aushecken, gilt es noch herauszufinden. Immherin waren laut den französisch- und deutschsprachigen Facebookseiten insgesamt fast 200 Leute bereit dem Aufruf zu folgen und von politischen Veranstaltungen weiß mensch, dass die Teilnehmerzahl auf Facebook (aus Gründen) doch meist unter der tatsächlichen liegt.
Auf jeden Fall wird es am 24. in Weil am Rhein eine antifaschistische Demonstration am frühen Abend geben, denn auch wenn die Nazis sich nicht in Friedlingen blicken lassen: Der Ort bleibt weiterhin ein rechtsradikaler Hotspot.

Schluss mit dem Feuerwehr spielen, für die befreite Gesellschaft!
¡Alerta Antifascista!

Gute und schlechte Nachrichten

Wir wollen auf zwei neue Zeitungsartikel aufmerksam machen. Gute Nachricht zuerst:

Die „Junge Welt“ berichtet jetzt auch über unsere Mobilisierung und verlinkt diesen Blog auf ihrer Website. Wir sind zunehmend optimistisch, dass wir mit vielen Gegendemonstranten rechnen und den TDEV verhindern können.
Link: https://www.jungewelt.de/m/artikel/292740.v%C3%B6lkischer-hassaufmarsch.html

Schlechte Nachricht: In Weil am Rhein/Otterbach gab es fast genau ein Jahr nach dem letzten Brandanschlag auf die dortige Asylbewerberunterkunft einen weiteren Angriff. Selbst die Bullen gehen von rassistisch motivierter Brandstiftung aus.
Link:http://www.badische-zeitung.de/weil-am-rhein/erneut-feuer-vor-unterkunft-fuer-asylbewerber-polizei-vermutet-fremdenfeindlichen-hintergrund

OAT’s aus Schopfheim und Basel wollen TDEV blockieren

Die Offenen Antifaschistischen Treffen Schopfheim und Basel haben einen gemeinsamen Aufruf zu Blockadeaktionen am 24.9. auf indymedia veröffentlicht.

„Menschen statt Völker!

Menschen statt Völker

Den Naziaufmarsch am 24.09.2016 in Weil am Rhein blockieren! Die ultranationalistische Partei „Die Rechte“ ruft zu einem „1. Tag der europäischen Völker“ nach Weil am Rhein auf. Angemeldet ist ein Demonstrationszug der im Stadtteil Friedlingen starten soll und zu dem laut Organisator*innen 500-1000 Rechtsradikale erwartet werden.

Dass die Wahl dieser Veranstaltung auf das Dreiländereck fällt verwundert kaum. Seit einem dreiviertel Jahr treten hier massiv Neonazis in die Öffentlichkeit und versuchen das Stadtgebiet für sich zu beanspruchen. Wenn Mensch sich die Ereignisse seit November 2015 vor Augen führt wird einem schnell bewusst dass Weil am Rhein ein massives Naziproblem hat.

Am 08.11.2015 versucht eine Rechtsradikale Gruppierung zum ersten Mal eine Demonstration in Weil am Rhein durch zu führen. Damals nennen sie sich noch „friedlicher Widerstand“ und weißen alle Vorwürfe ein Pegida-Ableger zu sein zurück. Doch bereits eine Woche später bekennen sie sich zu „Pegida Dreiländereck“ und versammeln sich von der Polizei gut geschützt auf dem Marktplatz. Bereits bei dieser ersten Versammlung wird klar woher der Wind weht, unter den 70-80 Teilnehmer*innen ist eine große Anzahl an offen als Rechtsradikale zu erkennende Personen.

Bis Anfang Dezember finden vier Platzkundgebungen statt zu welchen u.a. Überregional bekannte Pegida- Prominenz auftritt. Da diese Versammlungen stets von Gegenprotest begleitet werden welche einen reibungslosen Ablauf unmöglich machen, entschließt sich „Pegida Dreiländereck“ dazu ihre Veranstaltungen nun im 20 Autominuten entfernten Hinterland ab zu halten. Es finden im Dezember und Januar zwei weitere Platzkundgebungen in Kandern statt. Ihr Plan geht nicht auf, das Hinterland wehrt sich massiv gegen Pegida, nach dem 10. Januar ist Schluss mit den Versammlungen. Doch der rechte Spuk findet kein Ende. Am 31. Januar, dem Jahrestag der Machtübernahme Hitlers, schwenken Neonazis Reichkriegsfahnen auf einer Brücke in Friedlingen und anschließend versuchen 25 Personen einen Fackelmarsch nach dem Vorbild der „Unsterblichen“ in Kandern durchzuführen. In den folgenden Wochen wiederholen sich die Fahnen-und Banneraktionen auf Brücken, im April wird ein „Heldengedenken“ am 1.Weltkriegsdenkmal in Todtnau veranstaltet zu welcher auch eine Kameradschaft aus der Pfalz erscheint. Ende Mai wird in Weil am Rhein ein lokaler Ableger der Rechtsradikalen Partei „die Rechte“ gegründet. Zum vorläufig traurigsten Höhepunkt der Naziaktivitäten kommt es am 09. Juni im Stadtteil Friedlingen. Eine Familienmutter wird in Anwesenheit ihres Kindes am helllichten Tag zusammengeschlagen. Der Täter kommt aus dem Pegida-Umfeld und ist der Schwiegersohn eines Rassisten dem die Wohnung gekündigt wurde weil er die Familie der Betroffenen über Jahre rassistisch belästigte und bedrohte. Im Anschluss darauf versammeln sich über mehrere Abende hinweg Neonazis vor dem Haus der betroffenen Familie und belästigt, fotografiert und bedrohen diese. Es wird so massiv dass die Kinder nur noch mit Begleitung von Freiwilligen zur Schule gehen können.

Alles die Selben

 Hinter all dem steckt ein und der selbe Personenkreis, angeführt von dem „die Rechte“ Vorsitzenden Andreas Weigand. Mal nennen sie sich „friedlicher Widerstand“, mal Pegida oder auch „Kameradschaft“. Bei allen Aktionen war er anwesend und versucht nicht mal ein Geheimnis daraus zu machen, in sozialen Netzwerken werden stolz Bilder davon verbreitet. Kurzum, die Nazis fühl(t)en sich sicher in Weil am Rhein.

 Augen zu statt klare Kante

 Wie bereits zu Zeiten der Pegida Veranstaltungen, als Bürgermeister und Gemeinderat Neonazis und Gegendemonstrant*innen in einen Topf warfen, versuchen sie nun erneut den Gegenprotest zu spalten und den Nazis freie Bahn zu gewähren. Das „Aktionsbündnis Miteinander“ ruft dazu auf am 24. September zuhause zu bleiben und lädt statt dessen eine Woche vorher zu einem Sternmarsch gegen rechts ein.

Alles muss man selber machen- den Naziaufmarsch blockieren!

Da Sternmärsche an anderen Tagen genauso effektiv sind wie Onlinepeditionen gegen Neonazis rufen wir dazu auf sich dem rechtsradikalen Mob direkt entgegen zu stellen!

Wir wollen das Aktionsmittel des zivilen Ungehorsam anwenden um den Aufmarsch zu blockieren.

Kommt am 24. September nach Friedlingen, beenden wir den „1.Tag der europäischen Völker“ noch bevor er angefangen hat. Unterstützt die Blockaden, zeigen wir gemeinsam dass das Dreiländereck keine Naziumtriebe mehr dulden wird!“

 

24.09.2016, Weil am Rhein/ Friedlingen. Blockaden ab 11 Uhr

 offenes Antifa Treffen Schopfheim und Umland

offenes Antifa Treffen Basel

blocktdev auch bei noblogs

Da blackblogs vor kurzem nicht mehr erreichbar war, haben wir zur Sicherheit eine Kopie dieser Seite bei noblogs angelegt.

www.blocktdev.noblogs.org

dient als Ersatz, sollte es Probleme mit diesem Blog geben.

Ansonsten gibt es Infos auch auf der Facebook-Seite „Gegen den Tag der Europäischen Völker“

www.facebook.com/Gegen-den-Tag-der-Europäischen-Völker-1678455142475582

Freiburger Gruppen rufen zu Blockade auf

Sowohl der lokale Blog der Um’sGanze-Kampagne „Nationalismus ist keine Alternative“ (keinealternative.noblogs.org) als auch das Autonome Zentrum KTS rufen zu Aktionen gegen den „Tag der Europäischen Völker“ auf. Das Freiburger OAT, angesiedelt im Linken Zentrum ¡adelante! teilte den NIKA-Aufruf ebenfalls auf Facebook. Auch eine gemeinsame Anreise wird organisiert. Wir freuen uns sehr über die Unterstützung! Gemeinsam werden wir den Faschisten den Tag vermiesen.

Hier der Aufruf von „Nationalismus ist keine Alternative“:

Gemeinsam gegen den Naziaufmarsch am 24. September in Weil am Rhein!

Plakat_Weil_am_RheinFaschisten um den Ortsverband der neonazistischen Kleinstpartei „Die Rechte“ rufen für den 24. September zu einem „Tag der europäischen Völker“ in Weil am Rhein (Landkreis Lörrach) auf. Die Stadt ist schon seit längerem durch eine gefestigte Nazi-Szene bekannt: Für die NPD sitzt Andreas Boltze im Gemeinderat, es gab mehrere Pegida-Demonstrationen in der Stadt und erst kürzlich hat sich ein „Stützpunkt“ der Nazipartei „Die Rechte“ um den stadtbekannten Faschisten Andreas Weigand gegründet. Letztere gilt als Sammelbecken gewaltbereiter Neonazis. Zudem organisiert die lokale Szene immer wieder „Heldengedenken“ und Flashmob-Aktionen, um rechtsoffene Jugendliche für ihre Sache zu gewinnen.

Der Aufmarsch am 24. September ist ein Versuch der lokalen Szene nun zu größeren Aktionen überzugehen. Dem wollen wir einen vielfältigen antifaschistischen Widerstand entgegensetzen! Wir rufen alle Menschen in der Region dazu auf, den Nazis und anderen Rechten nicht das Feld zu überlassen. In der Vergangenheit gelang es immer wieder, durch vielfältigen und von weiten Teilen der Gesellschaft unterstützten Protest die Verfestigung neonazistischer Strukturen zu verhindern. Das ist derzeit wichtiger denn je – also lasst uns nach Weil am Rhein fahren und der menschenverachtenden Politik der Faschisten eine breite Absage erteilen!

Solidarität mit den Opfern rassistischer Gewalt!

Dass die Nazis um „Die Rechte“ eine reale Gefahr darstellen haben sie schon mehrfach bewiesen: In Friedlingen, einem Stadtteil von Weil am Rhein, terrorisiert die Nazi-Bande um Weigand seit 2013 eine Familie aus offensichtlich rassistischen Gründen. Hundekot auf dem Auto, rassistische Beleidigungen, Müll und Essensreste im Briefkasten, Klingelstreiche, zerstochene Reifen, zugeklebte Türschlösser und verbogene Scheibenwischer zählten noch zu den „harmloseren“ Aktionen. Die Faschisten passten wiederholt die Kinder der Familie im Treppenhaus ab und bedrohten diese massiv. Wegen der ständigen Drohungen wurde schließlich einem in der Nachbarschaft wohnenden Nazi die Wohnung gekündigt. Als Reaktion überfielen seine Kameraden die Familie und schlugen die Frau krankenhausreif. Daraufhin sammelte sich die lokale Nazi-Szene Tag für Tag vor dem Haus der Familie, um eine ständige Bedrohungssituation aufzubauen. AntifaschistInnen aus der Region organisierten einen Begleitschutz für die Familie, ohne diesen konnte die Familie das Haus nicht mehr verlassen. Ein Gericht sprach schließlich ein Annäherungsverbot gegen 8 Faschisten aus. Einige klagen aktuell dagegen.

Ein weiteres Angriffsziel fanden die Faschisten in einer für die Lokalzeitung arbeitende und kritisch über die rechten Umtriebe berichtende Journalistin. Sie betreiben inzwischen eine Facebookseite, um die Journalistin zu diffamieren und drangen in die Redaktionsräume der Lokalzeitung ein. Auch AntifaschistInnen kommen immer wieder ins Visier der Rechten: 2009 geriet Weil am Rhein in die Schlagzeilen, als in der Wohnung von Thomas Baumann, dem damaligen Leiter des Lörracher Stützpunkts der Jungen Nationaldemokraten, 22 Kilogramm Chemikalien und Bauteile für Rohrbomben gefunden wurden. In E-Mails und Online-Foren hatte er das autonome Zentrum KTS in Freiburg und die regionale Zentrale des DGB als potentielle Anschlagsziele genannt. Ende 2015 wurde in Schopfheim, ebenfalls im Landkreis Lörrach, ein Jugendlicher beim Verlassen des autonomen Jugendzentrums »Café Irrlicht« angegriffen und mit einem Schuss aus einer Gaspistole im Gesicht verletzt. Seit Jahren kommt es zu Angriffen auf BesucherInnen des linken Zentrums.

Grenzenlose Solidarität statt „Tag der Völker“!

Wir dürfen die Opfer neonazistischer Gewalt und die antifaschistischen Strukturen auf dem Land nicht alleine lassen! Deshalb rufen wir dazu auf, am 24. September gemeinsam von Freiburg nach Weil am Rhein zu fahren. Zeigen wir uns solidarisch mit den Betroffenen des Nazi-Terrors und machen den Nazis ihre „Homezone“ streitig. Lassen wir den 24. September statt eines „Tags der Völker“ zu einem Tag der grenzenlosen Solidarität gegen Rassismus und Faschismus werden!“

Und hier der Aufruf der KTS:

„Nazis? Rhein!

Nazis ins Wasser schubsen! Gegen den Naziaufmarsch am 24.09.2016 in Weil am Rhein

Antifa-Mobi-Aufruf des Autonomen Zentrums KTS Freiburg für den 24. September 2016 gegen den „Tag der europäischen Völker“ in Weil am Rhein (französisch)

Gegen den „Tag der Europäischen Völker“ am 24.9. in Weil am Rhein Rechtsradikale im Dreiländereck versuchen sich erneut zu organisieren. Wieder in Weil am Rhein. Weil, war da nicht was? Aus Weil am Rhein kam auch der gescheiterte Nazibombenbauer T. Baumann, der 2009 eine Bombe gegen politische Gegner*innen wie „KTS oder DGB“ zünden wollte. Seit dem 8. November 2015 treten Nazis nun offensiv in Weil am Rhein an die Öffentlichkeit.

 

Zu Anfang noch unter dem Namen „friedlicher Widerstand“, bald darauf auch als „Pegida Dreiländereck“. So versuchten sie es zuletzt immer wieder mit Kundgebungen im Weil, Kandern und Basel in der Öffentlichkeit zu hetzen – auch rassistische Übergriffe häuften sich (siehe Chronik weiter unten). Nachdem sich „Pegida Dreiländereck“ zerstritten hat, versucht nun Andreas Weigand am 24. September unter dem Motto „Tag der europäischen Völker“ die Neonazis wieder auf der Straße zu sammeln.

 

Auch wenn der Staat Antifas seit jeher und ganz aktuell in der Region mit Repression begegnet, werden wir uns nicht einschüchtern lassen und uns dem Tag der europäischen Völker in den Weg stellen. Wir rufen dazu auf, am 24. September 2016 nach Weil am Rhein zu kommen und den Tag für die Nazis zum Desaster zu machen!

 

Gegen die Ideologie der Vernichtung

 

Für den so genannten „Tag der europäischen Völker“ mobilisieren die Neonazis grenzübergreifend. Gerade aus Frankreich hoffen sie auf rege Beteiligung. Beginnen wollen die Neonazis um 13 Uhr auf dem Hüninger Platz im Stadtteil Friedlingen, in direkter Nähe zur Wohnung der Familie, welche von Neonazis wochenlang eingeschüchtert und bedroht wurde.

 

Der von Andreas Wiegand initiierte „Tag der Europäischen Völker“ zeigt das ganze Ausmaß faschistischem Größenwahns. Nach der Vorstellung der Neonazis wollen sie sich dafür einsetzen, dass jedes (und sei es noch so konstruierte) „Volk“ seinen eigenen Nationalstaat bekommt. In diesen „reinen“ Staaten können sie dann ungestört Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, Migrant*innen, Unangepasste, Arbeitslose, etc. Stück für Stück aus der Gesellschaft entfernen (sprich: mit Gewalt vertreiben und umbringen).

 

Hinter diese gemeinsame Forderung nach totalitären „Volksstaaten“ stellen sich die Neonazis verschiedener Länder und Regionen. Ist dann erst der herbeigesehnte Zustand der absolut gleichgemachten Gesellschaften erreicht, beginnt der Überlebenskampf jedes „Volkes“ gegen die anderen, was die Nationalsozialist*innen als Blut und Boden-Ideologie vertreten haben. Dies hat zur Konsequenz, dass ein erbarmungsloser Vernichtungskrieg gegen alle anderen „Völker“ beginnt: Die Völkerschlacht als alles überziehender Krieg.

 

Out of control gegen den Hass der Rassist*innen

 

Gegen diese widerwärtige Vorstellung und den europaweit drohenden Rückfall in mehr nationalistische Identitätspolitik und Reaktion wollen wir uns wehren. Wir setzen uns ein für ein miteinander aller Menschen. Sowohl im Hier und Jetzt (trotz Nationalstaaten) wie auch in Zukunft (dann hoffentlich im Anarchismus).

 

Gegen Nazispuk auf den Straßen hilft nur sich dagegen zustellen und ihnen keinen Meter Raum zu geben. Dabei wollen wir den Neonazis jeden Raum in der Stadt nehmen. Um dieses Ziel zu erreichen, mobilisieren wir für Out-of-Control Aktionen im gesamten Stadt- bzw Dorfgebiet, bei dem viele verschiedene Protestformen Platz haben. Das wollen wir durch dezentrale Aktionen erreichen (Sitzblockaden, Pink & Silver-Paraden, Punkmusik und Straßenpartys, agile Kleingruppen, etc.).

 

Gleichzeitig wird eine angemeldete Kundgebung/Demonstration gemeinsam von der Linken und den JuSos in Weil am Rhein stattfinden. Zusätzlich soll im Vorfeld am 17.9. ein Sternmarsch gegen Rechts des „Aktionsbündnis Miteinander“ stattfinden. Wir setzen auf vielfältige Aktionen gegen den Naziaufmarsch in der ganzen Stadt. Jeder Naziaufmarsch, der stattfinden kann, stärkt die rechte Szene und muss verhindert werden, von der Anreise bis zur Abfahrt. Je vielfältiger am 24.9. gegen die Nazis demonstriert wird, desto besser!

 

¡No Pasaran! 
Für die Freiheit – für die Anarchie!“